Jagd auch zur Nachtzeit

Julia Klöckners Jagdnovelle ist Lobbyarbeit im Interesse von Jagd- und Forstverbänden vom Allerfeinsten! Die Interessen von Natur- respektive Tierschutz spielten hierbei keine tragende Rolle. Nun wird sogar die Jagd während der Nachtzeit, mittels Nachtzieltechnik und mit Scheinwerfern ermöglicht.

Laut Bundesjagdgesetz gilt das nur für Schwarzwild sowie für invasive Arten wie Waschbär oder Marderhund, aber wer soll und kann das kontrollieren? Unser langjähriges Monitoring zeigt auf, dass sich das Wild bei seiner Nahrungs- und Futtersuche überwiegend auf die Nachtzeit spezialisiert hat und das betrifft eben nicht nur dämmerungs- und nachtaktive Arten. Durch die Ausweitung der Jagdzeiten auf die Nacht und den Einsatz von Nachtzieloptik oder Scheinwerfern, wird der eh schon hohe Jagddruck auf unsere Wildtiere weiter exorbitant ansteigen.

In der Praxis ist quasi ein 24h-Feldzug gegen die Wildtiere umsetzbar und diese schweren Eingriffe in vertraute und angestammte Abläufe wird in der Folge noch nicht abzuschätzende Auswirkungen auf die jeweiligen Arten haben. Die lokale Fluktuation wird ansteigen, Zu- und Abwanderungen werden zunehmen, es bedarf zusätzlicher Fluchten und damit geht ein erhöhter Energiebedarf gerade auch in der Winterzeit einher. In einer Zeit also, wo sich bei unseren Wildtieren die Stoffwechselvorgänge und teils die Mägen verkleinern.

Es wird auch weiterhin keine zukunftsgerechte Ausgestaltung der Jagdgesetzgebung in Bund und Ländern geben; wichtige Erkenntnisse der Wildtierökologie sowie des Natur-, Arten- und Tierschutzes, vor allem aber auch die stark veränderten gesellschaftlichen Anforderungen an die Jagdausübung werden weiterhin ignoriert.

Wildtierschutz Deutschland verweist in diesem Kontext noch einmal eindringlich darauf, dass trotz des unermüdlichen Engagements von Natur- und Tierschützern an der Basis, das Leid der Wildtiere weiter anwachsen wird. Eine Ursache dieser Misere sind u.a. ineffiziente Strategien und Konzepte der großen Umweltverbände, massiver politischer Druck, insbesondere von der Straße wird nicht mehr präferiert, man wird mehr und mehr ein Teil des Systems.

Genau das erlaubt Klöckner und Co. ihr ausgeprägtes Marionettendasein!

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