NABU will ethische und nachhaltige Jagd, nimmt aber weiter Fallen- und Baujagd auf den Fuchs in Kauf


In seiner Herbstausgabe 2020 offenbart der NABU Deutschland, dass sein Präsident selber jagt, dieser hat für drei Reviere einen Begehungsschein, wohlgemerkt in Schutzgebieten. Das sind die Gebiete, wo sich Pflanze und Tier ungestört entwickeln können.

Es bleibt abzuwarten, wie die über 700.000 Mitglieder verkraften, dass sie von einem Jäger geführt und administrativ vertreten werden. Alles andere, als eine Palastrevolution muss eigentlich verwundern.


Des weiteren erkennt man im vorgestellten Grundsatzbeschluss die naturverträgliche Jagd ausdrücklich als „legitime Form der Landnutzung“ an. Die Jagd soll u.a. nachhaltig sein, darf ethischen Prinzipien nicht widersprechen.


Gleichzeitig sieht der NABU den Fuchs weiterhin in der Liste der jagdbaren Arten. Ein krasser Widerspruch, allein zu oben genannten, doch wird darüber großzügig hinweggesehen.

Zwar ist der NABU in seinem Positionspapier gegen Bau- und Fallenjagd, doch ist in der Bundesgeschäftsstelle selbst der Putzfrau nach der letzten Novelle zum BJagdG klar, dass hier nur ein zahnloser Papiertiger geformt wurde.


So lange der Fuchs eine jagdbare Art ist, wird es auch diese quälerische und barbarische Jagd geben und das Schicksal von hunderttausenden Welpen und Elterntieren in Deutschland ist damit besiegelt!


Überhaupt kein Thema beim NABU ist die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen in Schliefanlagen. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden totgeschwiegen, die Fragen nach Ethik und Moral stellt der NABU bei diesen widerlichen Anlagen nicht, die Anforderungen unserer zivilen Gesellschaft werden negiert.


Laut NABU soll der Fuchs in Deutschland jagdbar bleiben, dass hierbei Schonzeiten fehlen oder viel zu kurz angesetzt sind, wird vom Tisch gewischt. Das Schicksal der qualvoll sterbenden Fuchswelpen, weil ihre Eltern erschossen werden, oder sie selbst bereits am Bau gefangen und getötet werden, interessiert im Bundesverband offensichtlich keine Menschenseele.


Die sinnbefreite Jagd auf Füchse, allein schon im Kontext der Mäuseüberpopulation wird vom NABU ebenfalls ignoriert. Füchse können das Risiko für eine Ansteckung des Menschen mit der Lyme-Borreliose reduzieren. Ihre Aktivitäten führen offenbar dazu, dass Mäuse weniger stark von Zecken befallen sind und diese Zecken seltener Träger der Borreliose-Erreger sind*.


Und nachhaltig ist die Fuchsjagd auch nicht, das erschließt sich schnell, wenn man das Projekt „Fellwechsel“ der Jägerschaft unter die Lupe nimmt.*


Was also ist an der Fuchsjagd naturverträglich, ethisch, nachhaltig und tierschutzgerecht?


Fragen, denen sich der neue, jagende Präsident ganz offensichtlich nicht stellen will!

Wir rechnen hier eher wieder mit dem längst widerlegten Jägerlatein, dass Fuchsjagd für den Schutz der Wiesenbrüter erfolge. Doch Wiesenbrüter benötigen ein intaktes Ökosystem, ihr ärgster Widersacher ist die intensive Landwirtschaft (u.a. Lebensraumverluste, die häufige Mahd, Gülle) und fehlende Nahrungsgrundlagen (Kerbtiere).

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